Workshops 2018/2019

 

Bindungs,- und Entwicklungstraumata geschehen oft schon in der frühesten Kindheit oder in der Zeit vor der Geburt. Sie sind meistens lang andauernd und prägen unsere Persönlichkeit. Menschen, die in sehr früher Kindheit überfordert worden sind, haben nicht viele Möglichkeiten und Ressourcen für eine konstruktive Bewältigung.

 

In der Körperpsychotherapie geht man davon aus, dass Emotionen im Körper und Nervensystem bewältigt werden müssen. Wenn das auf Grund der Umstände nicht möglich ist, entwickeln sich durch den anhaltenden Stress Spannungsmuster im Körper, welche dem Kind dabei helfen die Gefühle auszuhalten. Wenn Überforderungen andauern, bleiben auch die Spannungsmuster im Körper und sorgen letztendlich dafür dass das zu Grunde liegende Gefühl abgespalten und so nicht mehr dem Bewusstsein zugänglich ist. Das ist ein wichtiger Überlebensmechanismus, denn so findet das Kind den optimalen Weg, um so viel wie möglich an Sicherheit und Zuwendung von seinen Bezugspersonen zu bekommen. Je früher schwere Einschränkungen ein Kind eingewirkt haben, umso weniger Ressourcen entwickelt dieser Mensch und umso schneller springt das Stress-System an.

Im Alltag ist es möglich, dass Menschen relativ flexibel auf  Anforderungen reagieren können, sichtbar und hinderlich wird die Prägung erst, wenn sie unter Stress geraten. Denn dann greift das Nervensystem auf die damaligen Anpassungsmechanismen zurück, welche heute im Erwachsenenleben eher hinderlich, als flexibel und anpassungsfähig sind.

Anpassungsmechanismen geben wir auch an unsere Kinder weiter. Besonders bei Familien mit AD(H)S betroffenen Kindern und auch zunehmend in Familien ohne AD(H)S – Symtomatiken, bedingt durch wachsenden Druck in Schule und Familienleben, sind die Auswirkungen zu beobachten.

 

 

In Zusammenarbeit mit Frau Becker-Ahrens halte ich Vorträge zum Bindung und AD(H)S.

In diesem Intro erklären wir die Neurobiologie von Stress einfach und verständlich, erklären Bindungstypen und schauen uns gemeinsam mit den Teilnehmern die Parallelen zwischen Bindungsstörung und AD(H)S an.

 

Aufbauend auf dem Intro bieten wir den Workshop „Was es braucht“ an.

Der Workshop ist ein Gruppenangebot, das Training, Therapie und Coaching umfasst. Er findet im Angebotszeitraum jeweils ein Mal pro Monat an einem Samstag statt.

Zielgruppe sind Eltern von Kindern mit AD(H)S, selbstbetroffene AD(H)Sler und alle Interessenten aus unseren Vorträgen zu dem Thema Bindung und AD(H)S.

Themen: Stressreduktion, Auflösen von Spannungsmustern, Bindung und Beziehung, Grenzen, Kommunikation, Regeln/Strukturen, Lern- und Arbeitsstrukturen, Erwartungen, Werte und Bedürfnisse, Ziele setzten und verfolgen.

 

 

Laufender Workshop  –Was es braucht für Teilnehmer der SHG Mönchengladbach

November 2018 - März 2019

 

 

“WAS ES BRAUCHT“ - Teil 2 für Teilnehmer der SHG Mönchengladbach

Mai 2019 – September 2019

Diese Termine ergänzen und führen den oben genannten Workshop fort.

Themen: Arbeit mit Grenzen, Kommunikation und Kontakt.  Weiter werden wir uns dem Themenfeld Regeln und Strukturen widmen.